Huaraz, die zweite

Hola,

ich sitz hier nun ziemlich veraergert in einem Internet-Cafe, weil ich gerade einen recht langen Blog geschrieben habe, der aber durch einen Absturz des Computers nun nicht mehr da ist.
Ich will mal eine Wiederholung versuchen.
Da ich aus Muedigkeitsgruenden keinen Blog verfasst habe, schreibe ich heute fuer zwei Tage. Umso aergerlicher der Absturz.
Gestern waren wir mit unserem Guide Apu zum aklimatisieren auf einer Rundwanderung oberhalb von Huaraz unterwegs. Zunaechst sind wir mit einem Taxi zu einem Punkt auf halber Hoehe gefahren, um schon ein paar Hoehenmeter zu erreichen. Diese Taxifahrt war schon ziemlich spektakulaer, da die Strasse in Deutschland bestenfalls als Wanderweg durchgehen wuerde. Ich habe irgendwann aufgehoert mitzuzaehlen, wie oft der Wagen aufgesessen hat. Danach sind wir entlang eines kleinen Pfades gewandert und am Anstieg hat sich schon gezeigt, dass Wandern auf 3000m Hoehe schon mehr Kraft und Kondition kostet, als z.B. im Erzgebirge. Dies machte uns meine Schwester durch vorzeigen ihres Fruehstueckes glaubhaft. Danach kam ich aus dem Schwaermen gar nicht mehr heraus, da sich mit jedem Hoehenmeter das Panorama erweiterte und sich auch die anfaengliche Bewoelkung nach und nach verdeunnte. Endlich hatten wir auch fast freie Sicht auf den hoechsten Berg Suedamerikas, den Huascaran, der mit seinen stolzen 6700m wie eine riesige weisse Wolke ueber der Cordillera Blanca trohnte. Meiner Schwester ging es dann auch Meter fuer Meter besser. Resultat: etwa 150 Fotos 😉
Nach 3-4 Stunden waren wir dann wieder, etwas entkraeftet, im Hotel und nach einer kurzen Ruhe haben wir uns die Stadt angesehen, die eigentlich nicht viel besonderes bietet, da sie bis 1970 immer wieder durch Erdbeben und Lawinen zerstoert wurde und somit architektonisch relativ modern ist.
Heute haben wir uns auf Anraten der Reiseagentur fuer unsere Wanderung keinen Guide genommen. Sie sagten, auf der Strecke seien so viele Menschen unterwegs, dass es da sicher ist. Aber wir haben nur 2 Schweizer(?) gesehen. Ansonsten waren da nur jede Menge Einheimische, die aber sehr freundlich und aufgeschlossen waren. Man wurde immer wieder freundlich gegruesst oder zurueckgegruesst und manchmal noch nach dem Herkunftsland gefragt. Das anfangs etwas mulmige Gefuehl legte sich dann recht schnell. Gut war allerdings, dass wir von der Agentur noch 2 Wanderstoecke bekommen haben, mit denen wir uns gegen Hunde verteidigen konnten. Generell sind die ganz friedlich, aber einer hatte sein Territorium doch etwas gross gesehen und wir waren froh ueber die Stoecke. Unser Ziel erreichten wir dann nach einer stetige steiler werdenden Strecke: Wilcahuain. Einer Tempelruine, die neben ihrer religoesen Bedeutung auch durch erdbebensichere Bauweise beeindruckt. Auf dem Rueckweg haben wir uns dann ein wenig verlaufen, aber dank den Einheimischen doch noch den richtigen Weg gefunden.
Alles in allem zwei schoene Tage zum Aklimatsieren, damit es morgen dann auf nach Portachuelo(4700m) gehen kann.
Nun sitze ich hier, den Blog ein zweites Mal tippend an einer rosafarbenen, chinesischen Tastatur. Was fuer ein Tagesausklang.

Hasta manana,

Matthias

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