Punta Sal

Hola,

die Tage in Máncora und Umgebung sollten eigentlich eher langweilig werden. Doch irgendwie kommt es jeden Tag zu Begegnungen, die den Tag wieder spannend machen.
Zunaechst sei noch gesagt, dass der Begriff „Wahnis“ nicht von mir gepraegt ist, sondern ich diesen stets zitiere (siehe Gaestebuch).
Nach einem lecker schmecker Fruehstueck wollten wir heute morgen also nach Punta Sal fahren. Abenteuerlustig wie wir nunmal sind, haben wir kein Moto-Taxi oder gar ein richtiges Taxi genommen, sondern ein Colectivo, dass uns (nachdem es dreimal durch die Stadt gefahren ist, um Passagiere zu sammeln) fuer ein Fuenftel dorthin transportierte. Um ein Haar haetten wir unseren Rekord von 23 Insassen geknackt. 😉
Angekommen in Punta Sal, waren wir mitten in einer Privat-Siedlung direkt am Meer mit einem zauberhaften Strand tollen Wellen. Ein peruanisches Ehepaar, welches auch mit dem Colectivo gefahren ist, stiess dann zu uns und wir kamen dann eben so ins Gespraech. Er, ein ehemaliger Humboldt-Schueler (Colegio Alexander von Humboldt ist die Schule, an der meine Eltern arbeiten), konnte neben Castellano auch noch etwas englisch und einzelne Brocken deutsch, was die Kommunikation an einigen Stellen vereinfachte. Das Ehepaar gehoert zu der Sorte Menschen, die fuer peruanische Verhaeltnisse richtig viel Geld verdient. Sie sagten uns, dass sie eine Hotel-Anlage suchen, wo es richtig schoen ist. Wir haben uns einfach angeschlossen und sind mit“gewandert“ (es war dann doch noch ein ziemliches Stueckchen Weg). Unterwegs lief mir eine Kleine Krabbe ueber den Fuss und verschwand dann in einem Sandloch. Als er das mitbekam lockte er sie aus dem Loch und in einer lustigen Verfolgungsjagd ueber den ganzen Strand fing er sie ziemlich gekonnt ein und brachte sie uns zum ganz nahen anschauen. Das sind wirklich schoene Tiere. Irgendwann kamen wir dann am Puntal Sal – Club Hotel an und kamen in die wohl exklusivste Ecke dieser Region. Nicolas wusste, dass der Praesident hier Urlaub macht und die Schar der zivilen „unauffaelligen“ Beobachter war kaum zu uebersehen. Nicolas ging dann auf eine Terasse und bestellte sich einen Pisco Sour(15 Soles!) und lud uns an seinen Tisch ein. Dieses Manoever hatte nur den einen Zweck: Die Liegen vor dem Hotel am Strand sind nur fuer Gaeste. Nun waren wir alle Gaeste. Wir sind dann runter zum Strand gegangen und haben uns so richtig die Sonne auf den Pelz krachen lassen. Dabei habe ich mich ganz lange und ausfuehrlich gut mit Nicolas unterhalten. Wenn man mit Einheimischen quatscht, erfaehrt man doch immernoch das meisste. Als es dann spaet und wir rot waren, sind wir noch ziemlich abenteuerlich nach Hause gekommen. Nicolas hatte erstmal einen Einheimischen gefragt, ob er uns bis zur Panamericana mitnimmt, der das auch gegen ein Trinkgeld tat und dort warteten wir dann ziemlich vergeblich auf ein Colectivo, welches uns mitnehmen sollte. Aber natuerlich kam keins und wir standen zu viert in der Pampa rum. Irgendwann kam dann mal ein grosser Reisebus, der uns bis Máncora mitnahm. Nachher werden wir dann mit den beiden Essen gehen. Und damit geht wieder ein interessanter Tag zu Ende.

In diesem Sinne: hasta mañana,

(ich weiss eigentlich nicht in welchem Sinne und wieso ich das immer schreibe, aber ich habe damit mal angefangen und oft passt es ja zum Inhalt … 😉 )

Matthias

PS: Heute ist der Text mal wieder nicht soo lang, Oli. 😉

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