Abschiednehmen

Hola,

spätestens mit diesem Blog sollten dann alle Zweifel ausgeräumt sein, die bezüglich unserer Ankunft in Lima hätten entstanden sein können. Wir sind also nach 19 Stunden Busfahrt (Royal Class!) in Lima angekommen. Durch das besondere Engagement der Mitarbeiterin am Schalter haben wir im Doppelstock-Bus oben ganz vorne gesessen (Panoramascheibe).
In Lima haben wir dann eher rumgehangen, noch dies und das erledigt und einfach Zeit mit unserer Familie verbracht.
Jedoch möchte ich noch von einem gestrigen Erlebnis berichten:
Einigen ist sicherlich bekannt, dass es in Peru durchaus üblich ist, dass man eine ganze Straße entlang nur die gleichen Waren oder Dienstleistungen angeboten bekommt. So gibt es z.B. eine Musikstraße, in der etwa 80 Musikläden um die Gunst der Kunden konkurrieren. Außerdem gibt es Schuhputzstraßen, Frisörstraßen, etc. Gestern habe ich eine neue Entdeckung gemacht, die mich neidisch werden lässt, wenn ich an meine Rückkehr nach Deutschland denke. Man stelle sich ein Gebäude mit einer Verkaufsfläche von Karstadt Dresden vor. Jede Etage teilt sich auf in einen Bereich, in dem die ganze Zeit unzählige Druckmaschinen ihre Arbeit machen und in einen Bereich, in dem unzählige Händler Computerhard- und Software anbieten. Ich habe mich besonders auf den zweiten Teil konzentriert. Ich schlenderte also so da lang und was muss ich da entdecken? Auf eine riesige Fläche waren unzählige Rechner verteilt und überall hörte man nur „Terrorists Win“, „The Bomb has been planted“, „Fire in the Hole“ aus einem mir nicht ganz unbekannten Computerspiel. 😉 Ich war also auf eine dauernd währende LAN-Party gestossen, an der man gegen eine Stundengebühr teilhaben konnte. Wieso entdecke ich sowas am letzten Tag … (Oli: im März sind wir an diesem Gebäude vorbeigelaufen!)
Der eigentliche Grund, weshalb ich dort mit meinem Vater aufkreuzte, war, dass noch ein bestimmtes elektronisches Gerät gekauft werden sollte. Nun gab es zwar Unmengen von Händlern, doch dieses eine Teil gab es nicht. Wir wurden dann aus diesem Paradies in ein noch viel größeres und schöneres Paradies auf der anderen Straßenseite geschickt. Hier gab es dann aktuellere und bessere Dinge.
Einige kennen mich und meine Ausdauer wenn es um Technikabteilungen geht. Aber ich muss ehrlich sagen, dass bereits nach einem Bruchteil der Verkaufsfläche meine Stöberlust befriedigt war und ich vor dieser Masse an Ständen und Läden kapitulieren musste.
Sowas könnte es ruhig mal in Deutschland geben!
Heute nacht, also in etwa 7 Stunden, geht dann unser Flieger nach Atlanta. Dort haben wir noch Aufenthalt und werden uns die Stadt anschauen, bevor wir dann weiter nach Frankfurt fliegen.

Machts gut,

Matthias

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