Arequipa – das Ende der Anreise – der Beginn des Erlebnisreichen

Hi ihr,ich bin ein wenig überrascht über so viel positive Resonanz zu meinem ersten Blog-Eintrag. Vielen Dank!
Nun, was kann ich berichten. Mein letzter Eintrag ist noch nicht so lange her. Trotzdem ist schon wieder einiges passiert. Ich bin ja nun mit meiner Schwester und Freunden meiner Eltern in Arequipa. Gestern abend sind wir mit WayraPeru losgeflogen. Nachdem ich ob dieser unbekannten Airline etwas skeptisch war, stellte sich diese Airline als doch sehr engagiert und ordentlich heraus. Ein verschwindend kleines Flugzeug empfing uns am Gate. Ich bin nie zuvor mit einer Fokker geflogen. An Board war natürlich fuer Entertainment gesorgt. Wenn es schon keine Fernseher gibt, dann müssen die Sicherheitshinweise eben von den Flugbegleiterinnen vorgeführt werden. „Saftschubsenballett“, wie meine Schwester dies treffend titulierte. Nicht nur deshalb ein sehr schöner Flug, auch weil es mal wieder Bier an Bord gab (Tomatensaft trinken ja alle 😉 ).
In Arequipa angekommen, bezogen wir unsere luxoriöse aber dementsprechend „wertvolle“ Residenz. Zu meinem Erschrecken stellte ich heute früh fest, dass der Misti im Winter (hier ist ja Winter) abgetaut ist. Wieso ist mir zwar noch nicht ganz klar, aber naja … Zumindest die Chachani-Gipfel tragen Schnee. Trotz des etwas diesigen Wetters ist es trotzdem wieder beeindruckend, wie die Gipfel über der Stadt trohnen und gefährlich wie schön das Flair der Stadt beeinflussen.
[inspic=1,left,gal,75]Heute haben wir uns den ganzen Tag der „Ciudad Blanca“ – Arequipa – gewidmet. Ich hatte beim letzten Mal nicht so viel Zeit für einen ausgedehnten Stadtrundgang und vor allem nicht für die Besichtigung des wohl wichtigsten Komplexes hier: Das Kloster Santa Catalina.
Im Reiseführer steht, dass man sich wohl heute kaum noch vorstellen kann, was Frauen dazu bewogen hat, in diesem Kloster zu leben. Nun, man muss dazu sagen, dass die Entscheidung vielfach eine der Eltern war und der Anteil der Freiwilligen erst im Laufe der Jahr(hundert)e gewachsen ist. Tatsächlich betritt man als Besucher eine Stadt in der Stadt, welche z.T. völlig autark funktioniert. Angefangen bei den Zellen(!) der Novizinnen bis hin zu den Nobelwohnungen der Edelnonnen, man stellt fest, dass die sozialen Schichten selbst in einer solchen starken Gemeinschaft weit auseinander liegen, wo doch viele für ein großes gemeinsames Ziel leben. Interessant ist vielleicht noch zu wissen, dass dieses Kloster nach wie vor einen nichtöffentlichen Teil enthält, der weiterhin traditionell von Nonnen bewohnt wird. Der Besucherteil ist geblieben wie er war, als das Kloster 1970 geöffnet wurde. Man hat jedoch das Gefühl, die Zeit scheint schon einige hundert Jahre eher stehengeblieben zu sein. Aber dass sich auch Nonnen nicht vor der Moderne drücken können zeigt ein Artikel, den man im Souvenier-Shop erwerben konnte: eine Catalina-CD mit tollen Bildern und Videos sowie Bildschirmschonern. Naja, wer´s mag.
Da uns unser Hotel mitteilte, dass sie für die letzte Nacht eigentlich kein Zimmer mehr frei haben, sind wir dann am Nachmittag auf Hotelsuche gegangen … kein leichtes Unterfangen, wenn man eine Unterkunft für vier Personen und einer Übernachtung sucht. Wir sind fündig geworden. Es hat etwas gedauert.
[inspic=2,right,gal,75] Am Abend haben wir uns es nicht nehmen lassen, „La Casa de Klaus“ einen kleinen Besuch abzustatten. Nur Klaus war nicht da. Er eröffnet derzeit eine weitere Kneipe in Huaraz. Trotzdem war es sicherlich mein letztes Wiener Schnitzel vor der deutschen Grenze. Der peruanischen Bedienung konnte ich leider die Woerter „Spätzle“ und „Schnitzel“ nicht entlocken. Sie war geschickt genug, diese für Peruaner schwierigen Woerter zu umgehen. Mist.
Morgen werden wir den typischen Ausflug in den Cañon de Colca unternehmen. Auch wenn ich genau diese Fahrt schon mitgemacht habe, freue ich mich schon darauf, diese einzigartige Landschaft zu einer anderen Jahreszeit zu erleben. Vielleicht treffe ich ja auch wieder einen „Hermann“, mit dem ich zusammen 50 Kondore zähle ;-).
So nun bin ich doch schon sehr müde, verzeiht mir nicht nur deswegen meine Tippfehler. Auch die klebrige Tastatur mit einem Anschlag wie ne Banane trägt großen Anteil daran.Dann machts mal gut,

Matthias

aktuelle Position (Hotel):

S 16 23.575 W 71 31.930

2388m

Kloster Catalina:

S 16 23.708 W 71 32.179

2326m

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2 Responses

  1. Mecs sagt:

    Hey Metti,

    ich hoffe, dass Du auch dazu kommst, die Kommentare im Anhang zu lesen. Oder muss man die Mail persönlich an Dich richten?
    Ich finds erst Mal cool, dass Du wieder ein Tagebuch machst, welches ich jetzt öfter verfolgen werde, als beim letzten Mal.
    Wo sind die Fotos?

    Tja leider hab ich das ein wenig zu spät erfahren und wär sicher gerne mitgereist, doch wie schon gesagt, bin ich immer noch sehr daran interessiert diesen schönen Kontinent zu bereisen. Am besten ich fang schon mal an mit sparen und spanisch lernen, damit ich nächste Sommerferien richtig mitmischen kann. Tja, leider verpassen wir uns jetzt dadurch in DD, da ich nur für ein paar Tage Ende August zu Hause bin. Ich wünsch Dir und Deiner Family (schöne Grüße) einen tollen Urlaub und anschließend natürlich eine sichere Reise.
    (leben jetzt alle aus Deiner Familie in Peru? außer Du?)

    LG Mecs

  2. metti sagt:

    Hi Mecs,

    meine Schwester lebt nun noch in Deutschland, alle anderen 3 sind hier.

    Fotos gibt es nun zu sehen.

    Beim naechsten Mal bist du dabei 😉

    Matthias

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