Hola aus Arequipa

Hi,

was ist nun aus unserem Tag in Arequipa geworden? Nachdem wir unsere eigentlichen Pläne, die Laguna Salinas anzufahren, verworfen hatten, haben wir uns für einen Tag relaxen in Arequipa entschieden. Spät aufstehen war natürlich Programm. Da wir noch für eine Nacht das Hotel wechseln mussten, brachten wir schonmal unser Gepäck zu unserer neuen Residenz. Sehr erheiternd war erneut der Anblick der „Zellen“. Weil Reiten in Peru etwas unkomplizierter ist (siehe Beitrag „Mancora“ von August 2005) entschieden wir uns für einen netten kleinen Ausritt. Naja, es war dann wohl eher ein Rundritt durch die etwas ärmeren Siedlungen Arequipas. Aber mal was anderes, als ständig nur im Auto zu sitzen. Danach konnte ich noch ein paar Dinge erledigen, wie Bilder online stellen und weitere Vorkehrungen für die Expedition zum Misti treffen.
[inspic=3,left,gal,thumb] Was mir bis dahin noch nicht ganz klar war: Es gibt eine Festlichkeit vom 15.-22. August in Arequipa. Die Arequipa-WocheN. Und da liegt auch schon der Grund des vorzeitigen Feierns. Bereits an diesem Freitag gab es eine kleine Prozession der katholischen Kirche um die Plaza zu Ehren des Schutzheiligen der Stadt Arequipa. Sehr nett anzusehen.
Am nächsten Morgen war es nun soweit. Meine Reisegefährten flogen nach Lima und ab sofort reise ich allein.
Ein neues Hotel habe ich mir nicht gesucht, weil die Gastgeber nett, der Preis äusserst gut und meine Bedürfnisse befriedigt sind. Naja, und ich hatte keine Lust, wieder kurz vor der Festtagswoche etwas zu suchen.
Was macht man also an einem nicht verplanten Tag. Man geht mal so richtig lecker frühstücken; natürlich mit Blick auf die Plaza. Als ich mein 9 Soles-Fruehstueck (mit Alpaca-Schinken!) mit einem 100-Soles-Schein bezahlen wollte (um Kleingeld für den Tag zu sammeln), ging dies natürlich nicht sofort. Man ließ mich etwas warten und die Kellnerin zeigte mir die schöne Aussicht von ganz oben (eine riesige Dachbaustelle mit faszinierendem Blick). Danach wurde mir ausführlich die traditionelle Kochweise in der dortigen Küche erklärt und vorgeführt. Obwohl ich in diese Küchen NIE hineinschauen wollte, war es doch sehr interessant.
[inspic=4,right,gal,thumb] Das Fest in Arequipa ging weiter. Heute war scheinbar der Tag des Müllmanns. Zumindest deutete eine grosse Parade der Stadtreinigung darauf hin.
Ich ging dann zur Reiseagentur, um die Expedition zum Misti zu buchen. Entgegen aller vorangegangenen Aussagen war dies doch nicht so unproblematisch.
Es war keine Tour zum Misti zu haben. Dafür aber eine zum 6075m grossen Chanchani, der weniger bedeutungsvolle Hausvulkan von Arequipa. Dafür ziehrt ihn aber eine weisse Schneekrone. ¿Por que no? – Warum nicht. Am nächsten Tag früh um acht soll es also losgehen.
Mein restlicher Tag war schnell gefuellt: Einkaufen für die Expedition und ein Buch an der Plaza lesen … und ein bischen die Leute beobachten.
Im Gegensatz zu Deutschland sind hier blonde weiße Jünglinge um 170cm sehr begehrt, sicherlich auch des Geldes wegen. Kaum saß ich auf der Plaza, kam die Kellnerin vom Frühstück und gesellte sich zu mir. Wir schufen klare Fronten und sie zeigte mir einige nette Ecken von Arequipa, die ich vorher nicht wahrgenommen und aufgesucht hatte.

Am nächsten Morgen soll es also losgehen … schauen wir mal.

Matthias

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