Alles mehr als ok

Hola,

da wollte ich nur kurz EMails abrufen, auf die wichtigen antworten und schauen, was sich in der Welt um uns herum so tut. Und was muss ich da sehen: Es hat sich ja so einiges getan. Vorab, es geht uns beiden bestens.

Nun, ich gehe davon aus, dass die deutschen Medien die Erdbeben-Thematik zu genuege praesentiert haben. Aber was haben wir hier mitbekommen? Im Prinzip gar nix. […]

[inspic=1003,left,gal,thumb]Inzwischen sind wir also in Huaraz angekommen. Nach einer taglangen Busfahrt von der Kueste ins Hochland sind wir am zeitigen Abend hier angekommen. Sensationell, wie auch vor zwei Jahren schon, war der Uebergang vom Kuesten- zum Andenwetter: Zunaechst ist es bewoelkt und grau, waehrend sich die Panamericana noerdlich durch die Einoede zieht. Dann biegt man ins Landesinnere ab, nach ein paar Hoehenmetern durchdringt man die Nebelschicht und die Sonne kommt heraus. Dieser Effekt innerhalb weniger Minuten kam mir wie die Erfindung des Farbfilms vor. Aber nicht nur die Sonne sorgte fuer Farbe, auch der Fluss, der sich durch das Tal schlaengelte sorgte fuer saftiges Gruen, sodass die Landschaft einer langen Oase aehnelte.
Wir hatten dann noch eine kleine Panne, aber wir haben nicht wirklich herausbekommen, was der Grund war, wurden dann aber entlohnt, als wir uns auf mittlerweile 4000m der Cordillera Blanca naeherten. Die weissen Riesen kletterten langsam am Horizont hoch. Hin und wieder sah man eine weisse Gipfelspitze in der Nachmittagssone leuchten.
Mit einer dreiviertel Stunde Verspaetung, also peruanisch puenktlich, kamen wir dann in Huaraz an. Einen Hotel-Schlepper, der uns eigentlich zu seinem Hotel fahren wollte, konnten wir ueberreden, dass er uns erst zu unserem Wunschhotel faehrt. [inspic=1005,right,gal,thumb]Praktisch, denn die nervigen Taxifahrer kreisten schon wie Aasgeier vor dem Busbahnhof, um die unwissenden Gringos abzuzocken. 😉 Unser Hotelzimmer hat einen traumhaften Ausblick auf die Cordillera Blanca.

Am Abend habe ich noch einen alten Bekannten getroffen: Epi von der Agencia Huascaran. Ich hatte mit ihm und meiner Schwester vor zwei Jahren einige Tagesausfluege gemacht. Er lud mich und Franziska spontan zu einigen Pisco Sour ein … Wenn Einheimische Pisco Sour machen, dann schmeckt es doch immernoch am besten.

Heute frueh, und ich meine das Matthias-Urlaubs-frueh, konnten wir die Cordillera Blanca im Morgenlicht beobachten. Traumhaft.

Bevor wir morgen dann zur Laguna Churup trekken werden, muessen wir heute noch einige Besorgungen machen …

Ciao, Matthias

Nach einigen berechtigten Kommentaren zu diesem Beitrag, moechte ich folgende Richtigstellung ergaenzen:
Nein, auf keinen Fall bezeichne ich das aktuelle Erdbeben als klitzekleines! Dass ich diese desastroese Naturkatastrophe, die vielen Menschen Leben und Obdach genommen hat, mit meinen egoistischen Wuenschen in Verbindung gebracht habe, war niemals meine Absicht. Was ich eigentlich ausdruecken wollte ist, dass ich gerne wissen woellte, wie sich ein Erdbeben an sich anfuehlt.
Ich bedauere die geschriebenen Zeilen sehr.

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5 Responses

  1. Jenny sagt:

    Hallo,
    schoen zu hoeren, dass es Euch gut geht. Schliesse mich den guten Wuenschen nach tollen Erlebnissen an und werde gespannt und sicher des oefteren amuesiert die Berichte verfolgen.
    Ich habe vor, am Wochenende in aehnliche Hoehen (4000m…), wenn auch europaeische, vorzudringen.
    Gute Reise!
    Jenny

  2. Alex sagt:

    Hey Matthias,

    deinen Absatz zum Thema „Verpasstes Erdbeben“ solltest du so schnell wie moeglich streichen bzw. aendern. Es war alles andere als ein klitzekleines Erdbeben, und ich war sehr erleichtert, als ich hoerte, dass ihr Richtung Norden gefahren seid und nicht in den Sueden des Landes wie wir damals.

    Meinen Unmut ueber deine Zeilen moechte ich hier jetzt nicht aeussern.

    Alex

  3. Familie sagt:

    Hallo,

    natürlich sind wir froh, dass es euch gut geht, aber ich kann Alex nur zustimmen.
    Wir werden froh sein, wenn die Panamerikana, die bei Chincha fast einen Meter tiefer liegt und wo sich die Erde einfach so aufgetan hat, bis zu eurer Rückkehr wieder befahrbar ist. Meines Wissens gibts es von da nur diesen Weg zurück nach Lima, selbst wenn ihr über Ayacucho fahrt.

    Trotzdem, viel Spaß unterwegs, tolle Fotomotive und schöne Erlebnisse!

    Mama

  4. Poltsche sagt:

    Hi Matthias,

    hast du denn damals in Japan nicht richtig aufgepasst? Da war doch so ein klitzekleines Erdbeeben…naja…
    schön, dass es euch gut geht.

    Schöne Grüße aus dem sonnigen Dresden!

  5. Matthias sagt:

    Da meine Zeilen, offen gestanden, missinterpretiert werden konnten, habe ich den entsprechenden Absatz vorerst ersatzlos gestrichen.

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