Laguna Churup

Hola,

zunaechst ein Hinweis in eigener Sache: Bitte beachtet die ergaenzte Richtigstellung zum Beitrag „Alles mehr als ok“. Danke!

Gestern frueh haben wir uns also aufgemacht, eine erste Prise Hoehenluft zu schnuppern und ein bisschen unsere momentane Kondition auszuloten. Laguna Churup – eine Berglagune auf erfrischenden 4450m war unser Ziel.
Bestens vorbereitet mit einer handgezeichneten Wegbeschreibung (die tatsaechlich richtig gut war), Trockenmilch, Nudeln, Keksen, Muesli-Riegeln und Wasser sind wir gegen 07:20 Uhr gestartet, um einen Colectivo nach Llupa zu bekommen. Das war diesmal richtig einfach, denn der richtige Transport fuhr direkt an uns vorbei und sammelte uns auf.

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Angekommen in Llupa ging es zunaechst einige Zeit auf einem Weg an den Haeusern der Einheimischen vorbei, bis wir dann Pitec erreichten. Hier starten viele erst mit ihrer Tour in Richtung Laguna Churup, insbesondere die, welche am gleichen Tag noch zurueckkehren.

Am hiesigen Eingang in den Parque nacional de Huascaran stand ein schoenes Schild: „Take nothing else than pictures, leave nothing else than footprints.“
Von da an ging es dann steil aufwaerts mit einigen Kletterpassagen (Saechsisch I). Leider zog sich ueber uns schon der Himmel langsam zu, sodass der herrliche Sonnenschein nicht bis in den Nachmittag hineinreichte. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir dann nach ungefaehr 900 gestiegenen Hoehenmetern die Laguna Churup. [inspic=1011,right,gal,thumb]Eine tuerkisblaue Lagune unterhalb des tausend Meter hoeheren Nevado Churup, dessen schneebedeckte Suedwand sich im ruhigen, glatten Wasser spiegelte.
Recht schnell hatten wir dann auch einen Campingplatz gefunden. Nachdem wir uns entschlossen hatten noch einige Minuten mit dem Zeltaufbau zu warten, wurde diese Idee durch den Fall kleiner Hagelkoerner jaeh zerstoert.
Nach anfaenglichen Schwierigkeiten mit der genauen Platzwahl stand das Aussenzelt dann doch relativ schnell und wir konnten unsere Sachen ersteinmal ins Trockene bringen. Nach dieser Hektik, stellte sich dann bei uns beiden etwas Kopfschmerz ein, welcher der Hoehe und dem wetterbedingtem Tiefdruck geschuldet und relativ normal war. Waehrend der Schneeregen auf das Zelt prasselte, kochten wir uns in unserem luxurioesen Vorzelt zunaechst Coca-Tee und dann unser Abendessen. Nun, wir hatten zwar Nudeln mit Huehnchen gekauft und packten Nudeln mit Huehnchenpulver aus, aber zumindest war es eine warme Mahlzeit. Da mein Kopfschmerz trotz Trinkens und Atmens nicht vergehen wollte, gab ich der Moeglichkeit Schlafen gegen 17:30 eine Chance. Franziska tat es mir wenig spaeter gleich. Ich schlief recht tief und wachte gegen 04:00 wieder auf. Zumindest dachte ich das bis meine Uhr mich eines besseren belehrte: 20:40 Uhr! Sonst vergeht die Zeit doch auch so schnell?!? Nun ja, wir erwarteten den Morgen in unserem warmen Zelt, denn puenktlich 06:09 sollte die Sonne aufgehen. Tat sie auch, aber sehen konnten wir sie zunaechst nicht.
[inspic=1010,left,gal,thumb] Unser Fruehstueck sollte einiges an Verbesserungsvorschlaegen fuer kommende Treks liefern: Kaufe niemals Muesli mit Sesam und mische es auf gar keinen Fall mit Schoko-Quinua-Pops. Zusammen mit der Trockenmilch war das eine lediglich nahrhafte Kombination.

Gegen 09:00 hatten wir unsere Sachen gepackt und liefen den gleichen Weg wieder zurueck. Einen anderen gab es auch nicht. Da heute Samstag ist, sind recht viele Einheimische unterwegs gewesen und spaeter kamen uns dann auch die Touristen entgegen.
Ab Unchas, was kurz hinter Llupa liegt, haben wir uns dann bis Huaraz ein Colectivo genommen, denn der richtig interessante Part des Treks war da schon vorbei.

Morgen werden wir wohl, abhaengig vom Wetter, ein bischen Fahrrad fahren.

Hasta mañana, Matthias

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1 Response

  1. Tobi sagt:

    Hallo grosser Trekker,

    da schwingt ja schon Neid mit, wenn ich Deine Beiträge lese und es ist ja erst der Anfang! Ich bin auch gestern aus dem Urlaub wieder gekommen, wenn er auch nicht soo spektakulär war: Rügen & Müritz :-) Aber auch zelten. Nur nicht so hoch! Dafür war ich davor 5 Tage mit meinem Bruder in den Vogesen trekken. Aber die sind ja auch nur 1/4 so hoch und völlig ohne Steigeisen begehbar im Sommer. Jetzt bleibt mir nur, Eure Abenteuer zu verfolgen, Daumen drücken und viel Spaß wünschen. Da oben war ich ja auch. Und die Standard Treks kannst Du unbedenklich ohne Guide machen. Nur das Einkaufen in Huaraz ist halt nicht so leicht :-) Aber paßt mit diesem grausamen Zeug in den Kneipen auf, daß die in den Krügen verteilen. Wie hieß das nochmal? Erzeugt nur mörderisch Kopfschmerzen…
    Damit werdet ihr Anfang Sept sicher noch nicht wieder in Dt sein und wir müssen den Erfahrungsaustausch später nachholen.

    Ciao

    Tobi

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