Karibu Kenia

Hallo zusammen!

Lange hat es gedauert, aber nun gibt es den ersten Bericht aus Afrika. Ich bin gerade mal eine Woche hier und schon muss ich überlegen, was alles bereits passiert ist. So eindrücklich ist doch immer wieder das Erkunden von Neuland.

Dass Condor ein Ferienbomber ist, war mir soweit klar. Ein Fensterplatz an der Wand, Sitze mit maximaler Neigung von 0.3° und so ziemlich alle Deutschen rundherum in Strand-Urlaubsstimmung bestätigten das. Aber das Beste an Deutschen ist die Furcht, an etwas nicht gedacht zu haben. Sehr schön bereits am Gate zu sehen, als sich hartnäckig das Gerücht verbreitete, ohne bereits ein Visum zu haben, käme man nicht ins Land. Die einen wedelten mit ihren Pässen, um stolz das Visum zu zeigen, die anderen sahen schon ihre Urlaubsträume an der Grenze enden. Ich schloss mich der Gruppe derjenigen an, die durch konsequentes Schweigen die eigene Nationalität verschleierten. :-) Das sollte sich auch später bei der Einreise als sinnvoll herausstellen. Deutsche sind beim Schlange stehen in Ungeduld einfach nicht zu übertreffen. Dagegen sind die Kenianer in Gelassenheit nicht zu übertreffen. Ein durchaus interessantes Gemisch ;-).

Angekommen in Mombasa und in Empfang genommen von einem Freund ging es ab ins Getümmel. Warmes, feuchtes Küstenklima erwartete mich und wir gingen auf Spritztour an der Küste. Nachdem ich dann auch die richtige Seite am Auto gefunden hatte. In Kenia, als ehemalige britische Kolonie, herrscht Linksverkehr bei gleichzeitigem Rechts-vor-Links. Ganz schön verwirrend. Und der erste Linksverkehr-Vorfall ließ auch kaum auf sich warten. Mitten auf der Küstenstraße nach Malindi stehend, um Fotos zu machen, wich ich nur knapp einem Motorradfahrer aus. In die falsche Richtung. Na toll. Das Foto ist aber super geworden.

Mombasa ist eigentlich recht beschaulich. Insbesondere das Treiben auf den Straßen erinnert etwas an meine Erfahrungen aus Südamerika. Allerdings ist es zugleich auch wieder sehr unterschiedlich. Das erste, dass man hier lernt, ist Geduld. Und das kommt mir sehr entgegen. Kann ich doch auf Stress hier unten wirklich verzichten.

In den ersten paar Tagen habe ich dann den Strand und die Stadt unter die Lupe genommen. Genauer gesagt hat mich ein Freund hier unten herum geführt. Allerdings bin ich nicht so sehr der Stadt-Typ. Insofern habe ich eher meinen Gefallen an den lokalen kulinarischen Spezialitäten gefunden und die wenige Zeit genutzt, etwas in Kontakt zu kommen. Denn am Donnerstag ging es erstmal ganz touristisch auf Safari. Aber dazu später mehr. Einen Vorgeschmack gab es aber dennoch schon mit dem Besuch des Haller-Parks, ein kuenstlich geschaffener Park mitten in der Stadt als Heimat verwaister Wildtiere. Eigentlich recht nett. Doch ist gerade sowas wie die Giraffenfuetterei durchaus fragwuerdig.

Achso. Karibu Kenia heißt ‚willkommen in Kenia‘ auf Kisuaheli und wird einem hier von allen Seiten gewünscht. Und die meisten Kenianer meinen das auch tatsaechlich ernst und heissen einen sehr warm willkommen.

Bis später,

Matthias

You may also like...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *